Es kann verschiedene Gründe haben, warum sofort Geld benötigt wird und keine Zeit zum Warten ist. Plötzliche Ausgaben, die sich nicht aufschieben lassen, sind ein klassischer Anlass für einen Eilkredit. Muss etwa das Auto repariert werden, mit dem täglich der Weg zum Arbeitsplatz bestritten wird, ist sofortiges Handeln angesagt. Wenn nicht genügend Geld auf dem Girokonto vorhanden ist, müssen die flüssigen Mittel mit einem Darlehen aufgestockt werden.
Eilkredite sind in solchen Situationen die beste Lösung. Der wesentliche Unterschied zu gewöhnlichen Darlehen liegt in der viel schnelleren Auszahlung. Ansonsten handelt es sich bei den Krediten um ganz gewöhnliche Verbraucherdarlehen, die in gleich hohen monatlichen Raten zurückbezahlt werden. Wie hoch die Monatsrate ausfällt, richtet sich nach dem Darlehensbetrag, der Laufzeit des Kredites und dem Zinssatz, der von der Bank in Rechnung gestellt wird. Die Höhe der monatlichen Rate kann so insbesondere über die Laufzeit an die persönlichen Belange angepasst werden.
Wie schnell ein Eilkredit aufs Girokonto des Darlehensnehmers ausbezahlt wird, richtet sich nach der jeweiligen Situation. Da Banken heute flächendeckend über sehr schnelle Zahlungsverkehrssysteme verfügen, können auch Kredite viel rascher ausbezahlt werden als es früher der Fall war. Genehmigt die Bank den Kreditantrag, dauert es bei einer schnellen Bearbeitung lediglich einen weiteren Bankarbeitstag bis zur Gutschrift des angeforderten Darlehensbetrags auf dem Girokonto des Kreditnehmers. Insbesondere Banken, bei denen der Kreditantrag online gestellt wird, arbeiten heute sehr schnell.
Noch schneller kann die Auszahlung von Statten gehen, wenn der Kredit bei der Hausbank, bei der auch das Girokonto geführt wird, beantragt wird. Die Hausbank kennt die finanziellen Verhältnisse ihrer Kunden und kann Kreditprüfungen sehr schnell vornehmen. Sofern die Kreditwürdigkeit und das Verhältnis zum Kundenbetreuer gut sind, kann die Auszahlung noch am selben Tag erfolgen, wenn der Kreditantrag bis zum Mittag gestellt wird. Ein solcher Eilantrag ist der nicht mit der Bank abgesprochenen Überziehung des Girokontos in jedem Fall vorzuziehen: Zum einen werden keine Kreditlinien überschritten, zum anderen fallen auch keine hohen Überziehungsgebühren an.
Etwas schwieriger gestaltet sich die Kreditaufnahme, wenn die Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers beschädigt ist. Sofern eine so genannte negative Zahlungshistorie zu verzeichnen ist, sollte ein Eilkredit ohne Schufa in Betracht gezogen werden. Diese speziellen Darlehen werden von einigen Banken über Kreditvermittler angeboten. Sie unterscheiden sich von anderen Ratenkrediten dadurch, dass die Bank bei der Prüfung des Darlehensantrags auf die sonst übliche Abfrage Schufa-Datenbank verzichtet. Somit kann auch dann ein Kredit ausbezahlt werden, wenn ein Negativeintrag vorliegt oder der von der Auskunftei ermittelte Scorewert niedrig ausfällt.
Ist ein Kredit schufafrei, verzichtet die Bank nicht nur auf die Einholung von Auskünften über den Kreditnehmer. Das Darlehen wird auch nicht in den Datenbestand der Schufa eingetragen. Dadurch ist es auch für die Hausbank nicht ersichtlich. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Auszahlung des Kredites nicht per Überweisung, sondern in Bar erfolgt. Dies ist bei vielen Banken möglich. Der Kreditnehmer muss dazu nicht einmal die Geschäftsräume des Kreditinstitutes aufsuchen. Die Bank sendet das Bargeld mit der Post, die es gegen eigenhändige Unterschrift diskret und sicher übergibt.
In den letzten Jahren hat sich auf dem Kreditmarkt einiges getan. War noch zu Beginn des Jahrzehnts ein Negativeintrag bei einer Wirtschaftsauskunftei ein Ausschlusskriterium für die Kreditvergabe an Privatpersonen, lässt sich plötzlicher Geldbedarf heute trotz Schufa verhältnismäßig leicht decken.
Wer einen Kreditantrag stellt und schnell Geld benötigt, sollte alles tun, um die Bearbeitung des Darlehensantrages zu beschleunigen. Die Erfahrung zeigt, dass viele Verbraucher bei der Antragstellung Fehler machen. Insbesondere unvollständige Unterlagen und missverständliche Angaben zu Einkommen und bestehenden Verbindlichkeiten führen häufig zu Rückfragen seitens des Sachbearbeiters, die zu einer verzögerten Auszahlung führen.
Ein „Klassiker“ unter den Antragsfehlern betrifft die Zurechnung des Kindergeldes zum Gehalt. Es handelt sich bei Kindergeld zwar um Einkommen im haushaltstechnischen, nicht aber im bankrechtlichen Sinne. Zu den Einkünften, die im Kreditvertrag anzugeben sind, zählen bei Banken ausschließlich so genannte „pfändbare Einkommen“. Dazu zählen Lohn oder Gehalt, Rente und Pension sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen. Werden andere Bestandteile dazugezählt, stimmt das Gehalt auf der Lohnabrechnung bzw. das Einkommen gemäß des Steuerbescheides nicht mit dem im Antrag angegebenen Einkommen überein und die Bank wird (zeitaufwändige) Rücksprache halten.
Auch wenn heute die Kreditvergabe trotz negativer Schufaeinträge möglich ist, werden Darlehen nicht an jeden vergeben. Voraussetzung ist bei ausnahmslos allen Banken ein ausreichend hohes und sicheres Einkommen. Dabei muss es sich nicht zwingend um Einkünfte aus einem Angestelltenverhältnis handeln. Auch ein Eilkredit für Selbständige ist möglich. Anstelle der Lohnabrechnung wird dann der letzte Einkommensteuerbescheid als Nachweis über die erzielten Einkünfte verlangt. Oft sind auch die Einkommensteuerbescheide der zwei oder drei zurückliegenden Jahre einzureichen.
Ohne ausreichendes Einkommen ist eine Kreditvergabe nicht möglich. Zwar finden sich immer wieder werbliche Angebote, die beispielsweise über einen „Eilkredit für Arbeitslose“ berichten. Derlei Angebote aber sind unseriös. Wer nicht über ein eigenes Einkommen verfügt und dennoch einen Kredit benötigt, muss Freunde oder Verwandte um die Übernahme einer Bürgschaft bitten.